01.04.2018
Freie Wähler gehen mit Gotthardt, Schweiger und Teamgeist ins Wahljahr

Nominierungsveranstaltung für Landtags- und Bezirkstagswahlen / Kreisvorsitzender Stadler: „Wir sind die starke Kraft für den Landkreis“ / Bürgerbeteiligung: „Unser Programm schreiben wir gemeinsam“

PETTENDORF. Tobias Gotthardt ist Landtagskandidat der FREIEN WÄHLER im Landkreis Regensburg, Landrätin Tanja Schweiger kandidiert für den Bezirkstag – das ist das Ergebnis der Nominierungsveranstaltung im Pettendorfer „Mayerwirt“. Und für Kreisvorsitzenden Harald Stadler ist klar: „Wir gehen als starke regionale Kraft in diesen Wahlkampf. Wir setzen Themen, wir sind auf der Seite der Bürger.“ Ein Punkt, den auch die beiden Stimmkreiskandidaten unterstützen: „Unsere Politik entsteht auf den Marktplätzen, in den Rathäusern – nicht in Hinterzimmern und Parteizentralen.“ Entsprechend wolle man „die Interessen unseres Landkreises wirklich im Landtag vertreten wissen“, so Gotthardt. Stellvertretend nannte er Flutpolder, Gleichstromtrassen, Hebammenmangel, Nahverkehr und Wohnungsnot.

„Unser Landkreis braucht eine starke Stimme im Landtag - und wenn wir Freie Wähler sie haben, machen wir auch was draus“, so Kreisvorsitzender Stadler in seiner Begrüßung. Mit der Wahl Tanja Schweigers als Landrätin  habe man die Region gestärkt, „im Landtag aber eine Vakanz hinterlassen, die es wieder zu füllen gilt“. Mit Hopfensperger und Gotthardt habe man „zwei exzellente Kandidaten, die uns eine echte Auswahl bieten und ein Zeichen dafür: Wir sind personell bestens aufgestellt.“

Weiter verwies Stadler auf zahlreiche Erfolge der FREIEN WÄHLER im vergangenen Jahr – auf Kreis- und Landesebene.  Man habe sich auf allen Ebenen als „Bürger-Partei etabliert, die hält, was sie verspricht“. Aktuellstes Beispiel sei der Einsatz gegen die Straßenausbaubeiträge: „Sie sind ungerecht und lange nicht mehr zeitgemäß – es ist dem Einsatz der FREIEN WÄHLER zu verdanken, dass Bayern dieses Bürokratiemonster abschafft. Die CSU dagegen hatte sich bis zuletzt quer gestellt, ist umgefallen, um 180 Grad gedreht unter dem öffentlichen Druck unseres Volksbegehrens.“

Überhaupt hätten die FREIEN WÄHLER „in zehn Jahren Opposition mehr durchgesetzt als andere in fünf Jahren Mitregierung: „Breitbandausbau, mehr Lehrer und das G9, keine Privatisierung unseres Trinkwassers, Abschaffung der Studiengebühren, Straßenausbaubeiträge und vieles mehr – wir FREIE WÄHLER sind schon heute Ideengeber dieser Regierung. Was die CSU scheinbar am besten kann, ist,  von unseren Anträgen abzuschreiben. Unsere Botschaft muss sein: Wählt das Original, wählt die Freien Wähler.“

Hauptpunkt des Abends war die Nominierung der Stimmkreiskandidaten. Für die Landtagswahl waren Sebastian Hopfensperger und Tobias Gotthardt angetreten. Im Ende entschied sich die Versammlung mit überwältigender Mehrheit für Gotthardt. Der 40jährige Kallmünzer arbeitet als Parlamentarischer Referent und Büroleiter im Europaparlament. Gotthardt ist verheiratet und hat drei Kinder. Für die FREIEN WÄHLER war er bereits im vergangenen Jahr zur Bundestagswahl angetreten und hatte dabei das regionale Ergebnis der Partei nach absoluten Stimmen mehr als verdoppelt. Es war das drittbeste Ergebnis der FREIEN WÄHLER bundesweit.

Gotthardt sieht in der Kandidatur „eine große Herausforderung, die meine politische Leidenschaft weckt“. Er freue sich auf einen „kreativen und ansprechenden Wahlkampf mit thematischer Klarheit im Auftrag der Bürger“ – und wolle sich so auch von den anderen Parteien absetzen: „Wir sind die starke Bürgerbewegung im Kreis – und als solche werden wir auch im Landtag wirken. Mit Leidenschaft und Teamgeist.“ Für die FREIEN WÄHLER sei die Landtagswahl von entscheidender Bedeutung: „Bayern braucht im Landtag keinen Alleinherrscher, keine Konzernparteien schon gar keine rechten Schreihälse. Bayern braucht eine starke Lobby für Bürger im Landtag – und wir FREIE WÄHLER beweisen täglich, vom Rathaus bis zum Europaparlament, dass wir das glaubhaft sind. Wir sind bereit, kräftig anzupacken.“

Schnell abgeschlossen war die Nominierung für den Bezirkstag mit Landrätin Tanja Schweiger als einziger Kandidatin. Nahezu einstimmig wurde sie aufgestellt. Die Landrätin sieht im Bezirkstag eine „wichtige kommunalpolitische Instanz, die es zu stärken gilt“. Für die FREIEN WÄHLER müsse es „im Oktober darum gehen, unsere Repräsentanz im Bezirk entsprechend der starken Präsenz in den Kommunen zu erhöhen“. Für sie als Landrätin sei das Ehrenamt im Bezirkstag „eine logische und sinnvolle Ergänzung meiner Arbeit für die Region“.

Noch am Abend der Nominierung trafen sich Tobias Gotthardt und Tanja Schweiger als Kandidaten zu einem informellen Gedankenaustausch mit anwesenden FW-Bürgermeistern: „Wir haben das Ohr am Bürger - und da spielen die kommunalpolitisch Verantwortlichen eine entscheidende Schlüsselrolle. Unsere Programmatik für die Region, für den Bezirk schreiben wir gemeinsam“, so Gotthardt.

Einen ersten Wahlkampfaufschlag kündigte Kreisvorsitzender Stadler schon für kommende Woche an: Beim traditionellen „Politischen Aschermittwoch“ auf dem Adlersberg werde man „die aktuelle Politik bei Fisch und Starkbier in gewohnter Würze kommentieren“, so der Kreisvorsitzende.