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Harald Stadler an der Spitze des Kreisverbandes
Neutraubling (ar): Die Vorstandschaft des Kreisverbandes der Freien Wähler hat sich
neu formiert. An der Spitze steht nun Harald Stadler aus Neutraubling. Auch in
anderen Positionen gab es einige personelle Wechsel zu verzeichnen. Generell
präsentierte sich der 770 Mitglieder zählende Kreisverband stark, geschlossen und
stolz auf die erreichten Erfolge.
In einer gut gefüllten Stadthalle von Neutraubling ließen die Freien Wähler an diesem Mittwochabend die vergangenen Jahre Revue passieren, indem an die Leistungen und Erfolge der Wählergruppierung erinnert wurde. Der Bericht des bisherigen ersten Vorsitzenden Willi Hogger war auch gleichzeitig eine Art Abschiedsrede, in der er sich für die Unterstützung bei seinen langjährigen Weggefährten bedankte. Nach 15 Jahren Vorstandschaft stellte Hogger sich für diesen Posten nicht mehr zur Verfügung. Er hob besonders die gute Etablierung der Freien Wähler im Landtag hervor und freute sich, dass man die FW in keine „Schablone“ stecken kann, da sie weiterhin durchaus bereit sind, gute Vorschläge anderer Fraktionen „gut zu heißen und zu unterstützen“. Gleichzeitig betonte er, dass das „orange“ der Freien Wähler immer für engagierte, offene und ehrliche Sachpolitik stehe. Allerdings bedauerte Hogger, dass man die Stärke der Oppositionsparteien bei den letzten Landtagswahlen aufgrund der Haltung der SPD nicht nutzen konnte, um die Verantwortung für den Landkreis zu übernehmen.Die Erfolge der FW fokussierte ebenfallsIn einer gut gefüllten Stadthalle von Neutraubling ließen die Freien Wähler an diesem der Kreisgeschäftsführer Alfred Lechermann in seinem Tätigkeitsbericht. Er appellierte, noch stärker den Kontakt untereinander zu pflegen, um die Position der Gruppierung zu stärken und auszubauen.
Seine Freude über die Vergrößerung der Kreistagsfraktion brachte Fraktionssprecher Josef Bezold zum Ausdruck und berichtete kurz über die Neuigkeiten aus dem Kreistag und den Standpunkt der Freien Wähler hinsichtlich der Schulsituation und weiterer aktueller Probleme. MdL Tanja Schweiger verschaffte den Mitgliedern der FW einen Überblick über die Tätigkeiten der Landtagsfraktion. Explizit sprach sie dabei den Einsatz für kleinere Klassen zur individuellen Betreuung und einen höheren Anteil der Kommunen am Steueraufkommen an. Hinsichtlich der Schülerbeförderungskosten und des „Schülertourismus“ verwies sie auf das Konnexitätsprinzip und forderte eine stärkere Kostenbeteiligung des Freistaates. Die dünne personelle Decke bei der Polizei, mehr Geld für Staatsstraßen, sowie die Ablehnung von Parteispenden waren weitere Themen. Besonders freute sich Schweiger über die Annahme der Anträge der FW hinsichtlich der Problematik „Jugend und Alkohol“ und der Prävention von pädophilen Straftaten.
Derartige eingestimmt konnte man in der Stadthalle Neutraubling zu den Neuwahlen der
Vorstandschaft schreiten. An die Spitze wurde der 49jährige Harald Stadler gewählt, der seit 2002 im Stadtrad von Neutraubling und seit 2008 Kreisrat ist und inzwischen auf eine aktive Mitgliedschaft bei den Freien Wählern seit 1980 zurückblicken kann. Zu seinen Stellvertretern wählte man den bisherigen Vorsitzenden Willi Hogger und den Pettendorfer Bürgermeister Eduard Obermeier. Die Geschäftsführung bleibt in den bewährten Händen von Alfred Lechermann, mit der Kassenführung wurde die bisherige Schriftführerin Marianne Royes betraut und die Schriftführung übernimmt nun Harald Portele. Zum neuen Jugendbeauftragten avancierte der 25jährige Sebastian Hopfensberger. Erich Viehbacher wird auch weiterhin für die Pressearbeit und die Wahlkampforganisation zuständig sein. Außerdem werden 22 Beiräte aus den verschiedenen Ortsgruppen die Vorstandschaft unterstützen.
„Mit der heutigen Wahl übertragen Sie mir die Führung des wohl stärksten Kreisverbandes in der Oberpfalz“; bedankte sich der neugewählte Vorsitzende Harald Stadler und erinnerte daran, dass die Freien Wähler im Landkreis Regensburg in der Kommunalpolitik die zweitstärkste Kraft darstellen. Er versprach, in seiner neuen Funktion den sehr engen Kontakt zu den Ortsverbänden und der Kreistagsfraktion zu halten und den „direkten Zugang“ zum Landtag durch die beiden Abgeordneten Schweiger und Hanisch zu nutzen und auszubauen. Sein Ziel ist es zudem, neue Ortsverbände zu gewinnen, um die FW-freien „weißen Flecken auf der Landkarte“ zu minimieren. Stadler appellierte an die Anwesenden Netzwerke zu bilden, um bereits vorhandenes Wissen anderen Kommunen zur Verfügung stellen zu können.
Quelle: Donau Post
