18.06.2020
Landtag gräbt Kraftwerk das Wasser ab

PIELMÜHLE. Wie der Kallmünzer Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt am Donnerstag mitteilte, hat der Umweltausschuss des Bayerischen Landtags mehrheitlich die Petition gegen das das Wasserkraftwerk am Freizeitwehr Pielmühle angenommen "mit Überweisung an die Staatsregierung zur Würdigung". „Ein entscheidender Moment“, sagt Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt: „Der Fachausschuss hat sich heute nach reiflicher Abwägung für den Erhalt des Freizeitgeländes und der Biodiversität entschieden. Er hat dem Kraftwerk das Wasser abgegraben“. Vorausgegangen sei „nach über zwölf Jahren Debatte“ eine „intensive, gute und parteiübergreifende Zusammenarbeit: Wir haben viel telefoniert.“ Nach der Entscheidung steht Gotthardt jetzt im engen Austausch mit Umweltminister Glauber, um die weiteren Schritte zu besprechen.

Eingebracht hatte die Petition die Donau-Naab-Regen-Allianz (DoNaReA), die sich seit vielen Jahren hier für den Umweltschutz einsetzt. Deren Sprecher hat in einer Petition den Bayerischen Landtag gebeten, die Landeskraftwerke GmbH möge ihren Antrag zurücknehmen. Verfolgt hat der Abgeordnete Tobias Gotthardt die Entscheidung am Donnerstagmittag gemeinsam mit den beiden betroffenen Bürgermeistern Christian Hauner (Lappersdorf) und Andrea Dobsch (Zeitlarn) per webstream vor Ort am Freizeitwehr. Und die Erleichterung war den Dreien anzusehen: „Dieser showdown ist ein guter Tag für unsere Region – und trägt der speziellen Situation in Pielmühle Rechnung“. Der Punkt ist Gotthardt wichtig: „Das heutige Nein ist keine Absage an die Wasserkraft. Es wird dem Umstand gerecht, dass in Pielmühle am heutigen Regenlauf nie ein Mühlenstandort war. Das Wehr wurde zum Badebetrieb angelegt – und so wird es auch bleiben.“