Der Regensburger Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt.

29.10.2020
Gotthardt fordert „Spange der Resilienz"

REGENSBURG/BRÜSSEL. Mehr Unabhängigkeit für den europäischen Binnenmarkt – das ist ein erklärtes Ziel des zuständigen EU-Wirtschaftskommissars Paolo Gentiloni. Bei einer Plenaraussprache im Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) betonte Tobias Gotthardt, Europaausschussvorsitzender im Bayerischen Landtag und delegiertes Mitglied des AdR die Bedeutung regionaler und lokaler Märkte: „Wir brauchen eine ‚Spange der Resilienz‘ – ein unabhängiger EU-Binnenmarkt mit gesundem ‚Europe First‘ bei systemrelevanten Artikeln wie Lebensmitteln und Medikamenten sowie modernisierte Märkte auf lokaler Ebene: „Unser Ziel ist ein leistungsstarker Regiomarkt 2.0.“

Dabei müsse und könne Europa seinen Regionen und dem Mittelstand helfen, „den Markt samt aller Innovationen ins 21. Jahrhundert zu heben“. Gerade die Corona-Krise habe vielen Menschen gezeigt, wie wichtig „die Versorgung um die Ecke“ sei. Einzelhandel und Landwirtschaft haben die positiven Folgen erlebt – und die Chance, nun daran anzuknüpfen. „Dabei kann und müssen wir den Mittelstand mit allen Mitteln unterstützen“, so der Regensburger Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt im Dialog mit dem Kommissar.

Nur, wenn die Resilienz der Märkte zeitgleich von beiden Seiten entwickelt und eine starke Spange gebildet werde, werde die Idee Erfolg haben. „Wir im Ausschuss der Regionen können und wollen dabei ein Motor sein – treibende Kraft für regionale Märkte“, so Gotthardt. Ein zentraler Bereich sei die Regionalisierung der online-Angebote: „Mein Ziel ist ein stabiler Teppich regionaler Amazon-Ableger: Online bestellen, am selben Tag mit viel Herz und persönlicher Ansprache geliefert – das ist die große Chance regionaler Märkte. Und das knowhow dahinter muss ein europäisches sein.“