Harald Stadler (Foto: Hartmann)
Harald Stadler (Foto: Hartmann)

24.12.2020
Rückblick auf ein bewegtes Jahr

Ein außerordentliches Jahr geht zu Ende. Schien es zunächst so, als wäre 2020 ein Jahr wie jedes andere, erreichte uns bereits im Januar aus dem fernen Osten ein Virus Namens Covid-19 und die damit ausgelöste Corona-Pandemie mit uns bis dahin unbekannten Folgen und vieler Toten.   

Silvester 2019/2020, wünschten wir uns noch selbstverständlich, wie viele Jahre zuvor auch, ein „Gutes Neues“, ohne darüber wirklich näher nachzudenken. Wir alle waren voll motiviert in Wahlkampfstimmung, hatten einige Wochen mit Wahlveranstaltungen hinter uns und waren in Erwartung sehr guter Wahlergebnisse. Viele unserer Kandidatinnen und Kandidaten konnten ihre Ziele am 15.03.2020 dann direkt erreichen. Manche mussten in eine kurze, aber schwere, bereits von Corona geprägte Verlängerung, da die Stichwahl in den ersten Lockdown fiel. Leider konnten nicht alle ihre gesteckten Wahlziele erreichen, aber ohne deren Einsatz wäre das beste Gesamtergebnis unserer FREIEN WÄHLER im Landkreis nicht möglich gewesen.  

Jahreswechsel bewegt besonders

Der Jahreswechsel dieses Jahr bewegt uns ganz besonders. Werte, die für uns bisher alle selbstverständlich waren, treten plötzlich in den Vordergrund und in unser Bewusstsein, denn nichts ist mehr so, wie es war. Das Treffen mit Familie und Freunden im Freien oder geschlossenen Räumen, der gemeinsame Sport, der Schulunterricht in Klassenzimmern, das Einkaufen selbst normalster Dinge wie Toilettenpapier, Essen in Lokalen und Feiern aller Art, waren plötzlich nicht mehr oder nur noch stark eingeschränkt möglich. Unsere Wirtschaft wird auf unabsehbare Zeit bis knapp vor den Kollaps auf eine Zerreißprobe gestellt und Kurzarbeit und Stellenstreichungen bringen viele Familien an den Rand des Ruins. Das kulturelle Leben ist zum Erliegen gekommen und die Unsicherheit, wie es weitergeht, prägt mit einer Maske vorm Mund unsere Gedanken und unser Handeln.   

Rücksichtnahme, Disziplin, gegenseitige persönliche Hilfe und lokale Unterstützung sind wichtiger denn je. Unsere Freiheiten sind nicht mehr so selbstverständlich wie bisher. „Gsund bleibm“ rückt noch mehr in den Fokus aller und wird zu unserem neuen Verabschiedungsgruß.

Die eingeforderten Leistungen vieler (alleinerziehender) Mütter (und manchmal auch der Väter) und verschiedener Berufsgruppen sind bis zur Erschöpfung ausgereizt worden. Unsere Kinder und Jugendlichen gingen mit den ihnen auferlegten Sonderopfern zum Schutze der Risikogruppen geduldig um und Senioren mussten viele Monate alleine verbringen. Unsere Liebsten konnten wir auf ihrem letzten Weg nur mit Abstand und nicht mit Liebe und Beistand begleiten. 

Fest der Zuversicht

Auf die persönlichen Wahlerfolge konnte jeder nur im kleinen Kreis anstoßen, unsere Versammlungen auf Orts-, Kreis-, Bezirks- und Landesebene mussten allesamt abgesagt werden, ausgeschiedene Mandatsträger konnten nicht ehrenvoll oder nur mit großem Abstand verabschiedet werden und Jubiläen verstrichen, ohne diese gebührend zu würdigen.

Besinnen wir uns darauf, dass Weihnachten das Fest der Hoffnung ist und schöpfen wir hieraus Zuversicht. Ich möchte mich bei Ihnen für ihr außerordentliches Engagement in diesem schweren Jahr ganz besonders bedanken und wünsche Ihnen, Ihrer Familie, Ihren Angehörigen und Freunden von Herzen alles Gute. Ich freue mich sehr, wenn wir uns im neuen Jahr gesund und motiviert, hoffentlich auch wieder bei der einen oder anderen Veranstaltung, persönlich sehen können.   

Auf ein gesundes Jahr 2021!

 

Ihr Harald Stadler
Kreisvorsitzender