24.06.2019
Gotthardt fordert bayerisch-österreichischen Verkehrsgipfel

München. Der Vorsitzende des Europaausschusses im Bayerischen Landtag und europapolitische Sprecher der FREIEN WÄHLER, Tobias Gottthardt, hat sich in München zu den Tiroler Fahrverboten zu Wort gemeldet. Bei einem Pressegespräch sagte der Regensburger Landtagsabgeordnete: „Dass Ministerpräsident Söder mit seiner Forderung nach einer europaweiten Maut-Lösung nun der Position der FREIEN WÄHLER folgt, ist gut. Wir hatten der CSU diesen Kurs schon vor Jahren empfohlen und wären heute sicher ein Stück weiter – ohne den jetzigen Ärger mit unseren Nachbarn."

Das verkehrspolitische Aufrüsten zwischen Österreich und Bayern sei nach Meinung von Gotthardt nicht zielführend. „Wir brauchen stattdessen zeitnah einen bayerisch-österreichischen Verkehrsgipfel, denn Straßensperren sind die falsche Antwort auf ein reales Problem. Richtig ist, dass auch die lethargische Haltung der Bundesrepublik beim Schienenausbau und bei den Zuläufen zum Brennerbasistunnel zum Verkehrskollaps im Transitland Österreich beiträgt. Es kann nicht sein, dass ganze Ortschaften und Täler in Österreich unter den Navi-Routen der sommerlichen Blechwellen leiden. Die Bayerischen Grenzkontrollen verschärfen das Problem – Schleierfahndung ist und bleibt die bessere Lösung."

Die Reaktion der Betroffenen in Österreich sei also durchaus nachvollziehbar: „Gesundheitsschutz geht eben vor Stauumfahrung. Allerdings muss sich auch Österreich kritisieren lassen: Etwa dann, wenn es um das Baustellenmanagement in der Region Innsbruck sowie weiter südlich geht. Hier gilt es, gemeinsam Lösungen zu finden – besonnen statt überhitzt. Ein gegenseitiges Anklagen vor Gericht bringt keinen weiter.“